Schach zu Gast beim Ministerpräsidenten
... trug sich Michael Müller im Gästebuch der Staatskanzlei ein, das vor dem Stresemannsaal auslag, und überbrachte so Dank und Gruß der Schachsportler im Land.
Mit ein wenig Glück gelang es dem PSB-Präsidenten ein längeres Gespräch mit Gordon Schnieder führen zu können als die anderen Gäste: Beim Mittagsimbiss im Innenhof der Staatskanzlei gesellte sich der Ministerpräsident just an den Tisch, an dem Michael Müller, seine Ehefrau und der Referatsleiter Leistungssport der Staatskanzlei Michael Desch gerade miteinander das Mittagessen einnahmen. So konnte Müller Werbung für den Schachsport machen und Gordon Schnieder auf die zu diesem Zeitpunkt noch laufende Schacholympiade und die Medaillenchancen der deutschen Mannschaft aufmerksam machen. Der Ministerpräsident berichtete, dass er selbst nicht zum Schachspielen käme, sein Bruder, der ehemalige Bundesverkehrsminister, aber umso mehr.
Der Vater der beiden Brüder sei ein begeisterter Fernschachspieler gewesen. Schnieder erinnerte sich, dass seine Mutter immer beim Vater auf der Arbeit habe anrufen müssen, wenn Fernschachpostkarten im Briefkasten gewesen seien. Als Verbandsvorsitzender machte Müller darauf aufmerksam, welchen Beitrag die Schachvereine und -verbände für die Förderung der Jugend leisten und dass in Schachvereinen Integration und Inklusion schon seit Jahrzehnten gelebt werde.
Nach dem gemeinsamen Essen trennten sich die Wege wieder: Während der Ministerpräsident weitere Besuchergruppen traf, ließ der PSB-Präsident den Tag im ursprünglichen Kohlekeller, den Helmut Kohl 1971 zu einem Weinkeller umbauen ließ, bei einer Weinprobe mit der Ahrweinkönigin Anna Knieps ausklingen.
